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Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
Was Eigentümer jetzt wissen sollten.Das bisherige Heizungsgesetz (GEG) wird 2026 durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ersetzt, die 65%-Pflicht für erneuerbare Energien entfällt, und Eigentümer haben wieder freie Wahl bei Heizsystemen, während die Förderung bis mindestens 2029 gesichert bleibt.
Hintergrund und Ziel
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), auch Heizungsgesetz genannt, regelt seit 2024 die Nutzung erneuerbarer Energien beim Heizen. Ursprünglich mussten neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, insbesondere in Neubaugebieten. Für Bestandsgebäude und Neubauten in Baulücken galten Übergangsfristen, die an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt waren. Ziel war die Wärmewende und die Reduzierung von CO₂-Emissionen im Gebäudesektor.
Änderungen ab 2026
- Abschaffung der 65%-Pflicht: Eigentümer können neue Heizungen wieder frei wählen, unabhängig von der kommunalen Wärmeplanung.
- Technologieoffenheit: Erlaubt sind Wärmepumpen, Fernwärme, Hybridheizungen, Biomasseheizungen sowie H₂-Ready-Gasheizungen. Gas- und Ölheizungen bleiben zulässig.
- Bio-Treppe: Ab 2029 müssen neu installierte Gas- und Ölheizungen einen steigenden Anteil CO₂-neutraler Brennstoffe nutzen (z. B. Biomethan, Bioöl, synthetische Brennstoffe), beginnend bei 10 % und stufenweise bis 2040 steigend.
- Bestandsheizungen: Funktionierende Öl- und Gasheizungen dürfen weiter betrieben und repariert werden; eine generelle Austauschpflicht entfällt. Alte Konstanttemperaturkessel über 30 Jahre müssen nur in Ausnahmefällen ersetzt werden.
- Förderung: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt bestehen, Zuschüsse für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen betragen bis zu 70 % der Investitionskosten, inklusive Geschwindigkeits- und Einkommensbonus.
- Mieterschutz: Kostenrisiken für CO₂, Netzentgelte und Biogas werden zwischen Vermietern und Mietern geteilt, die Modernisierungsumlage ist auf maximal 10 % begrenzt, und die Kaltmieterhöhung nach Sanierung darf 50 Cent pro Quadratmeter nicht überschreiten.
Zeitplan
- Bis 1. Juli 2026: In Großstädten (>100.000 Einwohner) tritt die bisherige 65%-Pflicht in Kraft, sofern die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist.
- Bis 1. Juli 2028: In kleineren Kommunen (<100.000 Einwohner) gilt die Pflicht analog.
- Ab 2029: Bio-Treppe für neu installierte fossile Heizungen beginnt.
- Ab 2030: Neubauten müssen als Nullemissionsgebäude errichtet werden, öffentliche Nichtwohngebäude bereits ab 2028.
Praktische Hinweise für Eigentümer
- Prüfen Sie die kommunale Wärmeplanung, um die beste Heiztechnik zu wählen.
- Nutzen Sie staatliche Förderungen frühzeitig, um Zuschüsse optimal zu kombinieren.
- Bei defekten Heizungen können Übergangslösungen genutzt werden, Reparaturen sind erlaubt.
- Die Wahl der Heiztechnik ist nun unabhängig von der kommunalen Planung, was Bürokratie reduziert.
Das neue GModG soll Mitte bis Ende Juli 2026 in Kraft treten, die genauen gesetzlichen Regelungen werden nach parlamentarischem Verfahren verbindlich sein. Eigentümer, Mieter und Vermieter sollten sich frühzeitig informieren, um Investitionen und Modernisierungen effizient zu planen.
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